Ein großer Teil ca. 30 Prozent aller Männer, leidet unter einer vergrößerten Brust, der so genannten Gynäkomastie (griechisch: Frauenbrüste). Die Ursache liegt in einer genetischen Veranlagung zur Ausbildung von Brustdrüsen - und vermehrter Fetteinlagerung in diesem Bereich. Auch hormonelle Störungen, Fettleibigkeit, Drogen, Alkohol oder Medikamente, wie etwa Anabolika, können eine Vergrößerung der Brustdrüse bewirken. Die Gynäkomastie tritt z.B. während der Pubertät bei einem erhöhten Blutspiegel von weiblichen Geschlechtshormonen auf. Die „Frauenbrüste“ sind je nach Beschaffenheit durch Fettabsaugen oder durch eine Operation zu entfernen.
Die Operation
Als Vorbereitung auf die Operation kann der Anteil an Drüsen- und Fettgewebe durch eine Ultraschalluntersuchung und Mammographie bestimmt werden. Reine Fetteinlagerungen („Pseudogynäkomastie“) sind durch Absaugung des überschüssigen Gewebes behandelbar. Zur Auflockerung wird zunächst eine spezielle Lösung in das Fettgewebe eingespritzt (siehe hierzu auch Fettabsaugung). Anschließend kann es mit einer feinen Kanüle abgesaugt werden. Die Haut passt sich der flachen Brustsilhouette im Verlauf der Heilung wieder an.
Bei der „echten Gynäkomastie“ muss überschüssiges Drüsengewebe operativ entfernt werden. Die Entfernung von vermehrtem Drüsengewebe macht einen aufwändigeren Eingriff unter Vollnarkose erforderlich. Dabei wird das Gewebe durch einen halbmondförmigen Schnitt im unteren Bereich des Warzenhofes entfernt und anschließend feingeweblich untersucht, um krankhafte Veränderungen auszuschließen. Üblich ist das Einlegen einer Drainage in das Operationsgebiet zum leichteren Abfluss von Wundsekret. Ein straffer Brustverband dient der besseren Fixierung der neuen Gewebskontur. Im Fall einer Kombinationsbehandlung aus Fettabsaugung und chirurgischer Ausschneidung wird vorzugsweise im ersten Schritt die Saugung durchgeführt und im zweiten Schritt die Ausschneidung des Restbrustdrüsenkörpers.
