Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage) bei übermäßiger Schweißproduktion (Hyperhidrose)


Schwitzen ist für den menschlichen Organismus lebenswichtig. Es dient der Regulation der Körpertemperatur und kühlt nicht nur die Haut, sondern auch das Innere des Körpers ab. Aber ca. 1-2% der Menschen in Deutschland leiden unter einer unverhältnismäßig hohen Schweißabsonderung, der Hyperhidrose. Dabei produziert der Körper unabhängig von Temperatur, Tages- oder Jahreszeit übermäßig und unkontrollierbar viel Schweiß. Eine Produktion von 100 mg Schweiß innerhalb von 5 Minuten in einer Achselhöhle wird als krankhaft definiert. Unabhängig davon ist der Leidensdruck der Betroffenen immens hoch.

Eine dauerhafte Lösung bei Hyperhidrose bietet die Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage). Dabei werden Schweißdrüsen mit einer dünnen Spezialkanüle durch feine Schnitte ober- und unterhalb der Achselhöhle abgesaugt.

Die Operation


Zunächst erfolgt wie bei der Fettabsaugung die Infiltration einer Lösung mit Kochsalz (Tumeszenzlösung) in die Achselhöhle. Über kleine Hautschnitte wird eine spezielle Kanüle eingebracht, über welche die Schweißdrüsen abgesaugt werden. Nach dem Verschluss der Hautschnitte wird ein Kompressionshemd angelegt, welches für 14 Tage getragen werden sollte.

Die Schweißproduktion in der behandelten Region verringert sich voraussichtlich um 70 – 80 %. Da Schweißdrüsen nicht nachwachsen sollte der Effekt ein Leben lang anhalten. Diese Methode kann nur im Bereich der Achseln angewandt werden, jedoch nicht an den Füßen oder Händen.